Wissenschaftliche Arbeiten Julius Langbehn contra Wilhelm Fränkel - die gerichtliche  Auseinandersetzung des "Rembrandtdeutschen" Langbehn mit dem  jüdischen Stadtbaumeister Wilhelm Fränkel in den Jahre 1893 bis 1896 in  Wien August Julius Langbehn, am 26.3.1851 in Hadersleben [heute Haderslev in Schleswig-Holstein]  geboren und stirbt am 30. April 1907 in Rosenheim. Die Familie väterlicherseits kommt aus einer  ostholsteinischen Bauernfamilie, die Mutter stammt aus einer alteingesessenen Pastorenfamilie aus  Nordschleswig. Sein Vater Johann Langbehn hat sich aus ärmlichen Verhältnissen zum Dr. phil. und  stellvertretenden Rektor an der Haderslebener Gelehrtenschule hochgearbeitet. Langbehn wurde im Jahre 1893 nach der Veröffentlichung seiner "40 Lieder eines Deutschen" von  der deutschen Staatsanwaltschaft "wegen Pornographie" angeklagt. Er floh vor dem  Gerichtsverfahren nach Wien, da er in Wiens Bürgermeister Karl Lueger, der im selben Jahr eine  christlich-soziale Partei mit antisemitischen Parolen gründete, einen künftigen "Führer Deutschlands"  sah. (vgl. Nissen Momme, Der Rembrandtdeutsche, 1929, S.220; Hitler Adolf, Mein Kampf, 1932,  S.59; Stern Fritz, Kulturpessimismus als politische Gefahr, Eine Analyse nationaler Ideologie in  Deutschland, Bern/Stuttgart/Wien 1963, S.144)  Unterkunft fand er in Ober-St.Veit (Anm.: damals noch ein Vorort von Wien, heute Teil des 13. Wiener  Gemeindebezirkes) in einer Villa des jüdischen Ehepaars Wilhelm und Mathilde Fränkel. Als Julius  Langbehn jedoch - ohne seinen Hausherrn zu fragen - alle Bäume des Parks um das Haus  abzuholzen begann und bis auf den letzten Grundstock roden ließ, wurde er vom Wiener  Stadtbaumeister Fränkel verklagt. Und wieder floh Langbehn vor dem Gesetz…