Events Denkmal für Maria Grausenburger (1901-1973), eine „Gerechte unter den Völkern“ Ort: Grafenwörth am Kamp Zeit: 25. Juni 2010 Termin Ehrengäste Programm-Ablauf Vorgeschichte Paten des Denkmals Event-Videos Event-Fotos Pressemeldungen Radio-Sendungen TV-Sendungen Termin: Denkmal für Maria Grausenburger (1901 – 1973) einer „Gerechten unter den Völkern“   Zeit Freitag, 25. Juni 2010 Ort „Haus der Musik“ / Veranstaltungszentrum in Grafenwörth 18.00 Uhr Baumpflanzung für Maria Grausenburger  durch die Schüler/innen des BRG Krems    19.00 Uhr Beginn der Feierlichkeiten Enthüllung und Segnung des „Denkmals für Maria Grausenburger“   Musikalische Untermalung Lèonie-Maria Yerit Petra Reichel   Organisation & Moderation  Mag. Ingrid Oberndorfer   Ehrenschutz  Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll    Ehrengäste: Mrs. Yaffa Krämer (vormals Magda Weiss), Gerettete und Zeitzeugin aus Israel Amir Roggel, Enkel von Helene Weiss aus Israel Rachel Roggel  Elfriede Lindner, geb. Grausenburger, Tochter von Maria Grausenburger, geb. Leonhard Mitglieder der Familien Lindner und Leonhard Sebastian-Jan Bunia, Bildhauer des Denkmals Bischof Dr.Dr. Klaus Küng, Diözese St. Pölten Bischof Dr. Paul Iby, Diözese Eisenstadt  Generalabt Bernhard Backovsky, Abt des Stiftes Klosterneuburg Propst Mag. Maximilian Fürnsinn, Abt des Stiftes Herzogenburg Mag. Columban Luser, Abt des Stiftes Göttweig Mag. Franz Winter, Dechant des Dekanats Hadersdorf Pater Severin Wohlmuth, Pfarrer in Grafenwörth Botschafter Dr. Helmut Tichy, BM  für intern. und europ. Angelegenheiten Anna Höllerer, Abgeordnete zum Nationalrat Bgm. Mag. Alfred Riedl, Abgeordneter zum NÖ Landtag Lajos Szelestey, Botschaftsrat der Republik Ungarn Johann Benedikt, Bürgermeister der MG Kirchberg am Wagram Franz Geier, Bürgermeister der MG Großriedenthal Anton Pfeifer, Bürgermeister der MG Grafenegg Karl Solich, Bürgermeister der MG Königsbrunn Dipl.Ing. Rudolf Stiegler, Bürgermeister der MG Fels am Wagram Mag. Erich Broidl, Vizebürgermeister der MG Straß im Straßertale Tassilo Metternich-Sándor, Schlossherr zu Grafenegg und Asparn Dr. Eduard von Habsburg-Lothringen, Medienreferent von Bischof Küng Dr. Heinz Arnberger, Dokumentationsarchiv des österr. Widerstandes Dr. Herbert Kefeder, Direktor des Bundesrealgymnasiums Krems Dr. Steven Geiger, "The Mensch - Foundation", Hungary - USA Dr. Andreas Maislinger, "Austrian Holocaust Memiorial Service", Innsbruck Dr. Bela Rásky, Simon Wiesenthal - Institut, Wien Josef Blüml, Direktor der Hauptschule Fels am Wagram Mag. Roswitha Springschitz, BRG Krems Schüler/innen des BRG Krems und der HS Fels am Wagram  Programm-Ablauf: St. Antoni Choral von Joseph Haydn Musikschule Grafenwörth, Leitung: Markus King Begrüßung Mag. Ingrid Oberndorfer – Historikerin, Sigmarswerd – Wissenschaftskreis zur Förderung von Geschichte und Kultur Eröffnung des Abends Mag. Alfred Riedl - Landtagsabgeordneter in Niederösterreich, Bürgermeister der Marktgemeinde Grafenwörth Österreichische Zeitgeschichte 1945 Dr. Béla Rásky - Simon Wiesenthal Institut, Wien Ungarische Zeitgeschichte 1945 Botschaftsrat Dipl.Oec. Lajos Szelestey - Botschaft der Republik Ungarn in Wien Die „Tat“ der Maria Grausenburger – die Rettung von vier Menschenleben Mag. Ingrid Oberndorfer Präsentation über die Familien Grausenburger – Weiss Amir Roggel, Herbert Lindner und Herbert Leonhard - Enkel der Helene Weiss und die beiden Enkel der Maria Grausenburger Concertino Nr. 1 / G.B. Accolay (1833 – 1900) Léonie Yerit – Violine, Petra Reichel – Klavier 87 österreichische “Gerechte unter den Völkern” Dr. Andreas Maislinger - Österreichischer Gedenkdienst – Austrian Holocaust Memorial Service, Innsbruck Die Namen und Taten der 87 österreichischen “Gerechten unter den Völkern“ Schüler/innen des BRG Krems und der Hauptschule Fels am Wagram Sonatine / Ludwig v. Beethoven (1770 – 1827) Léonie Yerit -  Klavier Grußworte Bischof Dr. Dr. Klaus Küng - Diözese St. Pölten Grußworte Bischof Dr. Paul Iby -  Diözese Eisenstadt Grußworte Kardinal Dr. Christoph Schönborn - Erzdiözese Wien, Grußworte überbringt Dechant Mag. Franz Winter Grußworte Botschafter Aviv Shir-On - Botschaft des Staates Israel, Grußworte überbringt Mag. Ingrid Oberndorfer Grußworte Gesandter Hartmut Krausser - Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, Wien Grußworte Botschafter Dr. Helmut Tichy - Bundesministerium für internationale und europäische Angelegenheiten Aria / G.B. Pergolesi (1710 – 1736) Léonie Yerit – Violine, Petra Reichel – Klavier Die Symbolik des Denkmals Sebastian-Jan Bunia - Bildhauer des Denkmals Schluss- und Dankesworte Mag. Ingrid Oberndorfer Enthüllung des Kunstwerkes Yaffa Krämer, Elfriede Lindner, Mag. Alfred Riedl, und die Paten des Denkmals Bischof Küng, Bischof Iby, Generalabt Backovsky, Abt Georg Wilfinger, Abt Columban Luser Segnung des Kunstwerkes Propst Mag. Maximilian Fürnsinn Europa-Fanfare Musikschule Grafenwörth ...zum Ausklang des Abends Brot und Wein Vorgeschichte: Amir Roggel aus Israel kam Ende Juli 2009 mit österreichischen Freunden - unter Ihnen der  österreichische Künstler Prof. Ernst Degasperi - zu Pater Severin in die Pfarre Grafenwörth mit dem  Wunsch, mit Unterstützung der Kirche und der Gemeinde Grafenwörth, der weltweit hochgeschätzten  Heldin Maria Grausenburger (1901 - 1973) ein ehrwürdiges Denkmal in ihrem Heimatort errichten zu  dürfen. Frau Grausenburger wurde von Israel posthum 1978 der Titel "Gerechte unter den Völkern"   verliehen, da sie großen Mut bewies und zwischen 1944 und 1945 die ungarische Jüdin Helene  Weiss mit ihren drei Kindern Ernst, Tibor und Magda vor dem sicheren Tod bewahrte.   Die Mitglieder der Familie Weiss waren Gefangene unterwegs auf dem Todesmarsch von Wien-  Floridsdorf Richtung Mauthausen. In Grafenwörth konnten sie sich heimlich entfernen und wurden  von Maria Grausenburger aufgenommen. Frau Grausenburger gefährdete sich und ihre 13-jährige  Tochter (heutige Elfriede Lindner), rettete aber trotzdem den vier Personen das Leben, indem sie sie  versteckte und verköstigte. Nachdem ihr ein im Haus einquartierter SS-Mann, der "Geräusche im  Keller" hörte und auf diese Art und Weise zwar die Wahrheit über "unerwünschte Gäste" im Haus  erfuhr, aber trotzdem weiter half, besorgte sie der Familie falsche Papiere und gab ihre "Gäste" als  "ausländische Flüchtlinge vor der russischen Armee" gegenüber dem Grafenwörther Bürgermeister  aus. Nach ein paar Tagen wurde Frau Grausenburger trotzdem von eigenen Leuten verraten. Ein in  Grafenwörth stationierter SA-Mann führte die Familie Weiss bei Nacht und Nebel in das  Flüchtlingslager Gneixendorf. Dort angekommen, blieb die Familie etliche Wochen im Lager und  wurde erst durch die Humanität des Lagerkommandanten freigelassen. Wie bis dato mündlich  übermittelt, handelte es sich um einen Adolf Hitler-Gegner, der strafversetzt in diesem Lager als  Kommandant das Lager führte. Helene Weiss kehrte mit ihren Kindern zu Frau Grausenburger  zurück. Unter der Auflage des Grafenwörther Bürgermeisters, für ihre Verpflegung zu arbeiten, durfte  die Familie in Grafenwörth bleiben. Grausenburger besorgte den beiden älteren Buben bis zum Ende  des Krieges Arbeit bei zwei Bauern in Grafenwörth.   Amir Roggel ist der Sohn des ältesten Sohnes von Helene und Kalman Weiss, Jeno Weiss. Kalman  Weiss kam im Konzentrationslager Bergen-Belsen ums Leben. Mr. Roggel wollte unbedingt das Grab  seiner Heldin besuchen, das Haus sehen, in dem seine Großmutter monatelang gelebt hatte und der  Tochter von Maria Grausenburger die Hand drücken. Zu Recht würden es deshalb viele Menschen  gerne sehen, wenn auch Grafenwörth diese Heldentat, diese uneigennützige Tat durch ein Denkmal  auszeichnet.   Menschlichkeit ist eine Eigenschaft, die - wenn auch nur posthum - unbedingt gewürdigt gehört.  Meines Wissens hat es in den letzten 100 Jahren in Grafenwörth keine Person gegeben, die soviel  Mut und Zivilcourage bewiesen hat. Bgm. LAbg. Mag. Riedl wurde über den Besuch informiert und  steht voll hinter diesem Projekt. Weitere Gespräche mit Kirche, Gemeinde, Land Niederösterreich und  anderen Sponsoren für das Projekt "Denkmal für Maria Grausenburger" (wissenschaftliche  Aufarbeitung, Denkmal und Event) wurden geführt.    Paten des Denkmals: Event Videos: Event Fotos: Pressemeldungen: Radio-Sendungen: TV-Sendungen: